Am Otterhügel über Escherlich wurde eine kostbare Schmelzhütte mit den dazugehörigen Häusern und Wasserleitungen gebaut.
[Ulrich Trepl/Herlev Birkelbach Quelle: Dürrschmidt, Seite 37]
1683
Es taucht die "Schöne Susanna" als Goldbergwerk und der "Otterhügel" als Silberbergwerk auf.
[Ulrich Trepl/Herlev Birkelbach Quelle: Kretschmann I 1410/11]
1690
Johann Konrad Wolff, aus Röhrenhof, kam den 8. Februar 1690 aus dem Privat-Unterricht in das Baireuther Gymnasium,
und starb in den Händen des nachherigen Goldkronacher Pfarrers Ruckdeschel als Studiosus in Jena.
Die Familie betrieb anscheinend die Röhrenhofer Mühle. Weiter wird erwähnt, dass ein Vorfahre, Kaspar Wolff, 1533 wegen seiner ausgezeichneten militärischen
Verdienste von König Ferdinand I. in den Adel erhoben wurde.
[Ulrich Trepl/Herlev Birkelbach Quelle: Dürrschmidt, Seite 198]
1712
Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth (*16.11.1678 †18.12.1726) wird Markgraf.
Friedrich von Brandenburg-Bayreuth (*10.05.1711 †26.02.1763) wird Markgraf. Seine erste Ehefrau Wilhelmine ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Markgrafenzeit.
Das Markgräfliche Forsthaus, in dem zu diesem Zeitpunkt ein "von Waldenfels" als Oberforstmeister agierte, brannte nieder.
Es gibt dazu umfangreichen Aktenbestand im Staatsarchiv in Bamberg.
Das eingeäscherte Forsthaus, die von
dem Oberforstmeister v. Waldenfels gesuchte Wiederaufbauung desselben und stattdessen ihm verwilligten Hauszins a 100 fl.
ingleichen dessen veralimierung und wie solches Ihre Hochfürstliche Hohheit gedachten v. Waldenfels nicht nur als ein
Eigentum überlassen sondern auch das erforderliche Holz im Wald zinsfrei accordieret.
Betreffend dann die Vererbung dieses Forsthauses an Johann Dürsch zu Röhrenhof betreffend 1740.
Christian Friedrich Karl Alexander (*24.02.1736 †05.01.1806), seit 1757 bereits Markgraf von Brandenburg-Ansbach, wird der letzte Markgraf von Brandenburg-Bayreuth.
Die Schickung Gottes an der Götzenleite zwischen Zoppaten und Escherlich, auf welcher Spiesglaserze brechen, ist eine gewerkschaftliche Grube, belegt mit zwei Mann.
Diese Zeche fing 1780 der Serpentinstein-Drechsler Zinnert in der Schmelz auf Anweisung eines Rutenschlägers aus Kursachsen auf einem Felde an, wo nie der Bergbau betrieben wurde.
[Ulrich Trepl/Herlev Birkelbach Quelle: Dürrschmidt, Seite 167]
1791
Das Fürstentum Bayreuth wird vom Markgrafen Christian Friedrich Karl Alexander von Brandenburg-Bayreuth an Preußen verkauft. Die Herrschaft Preußens hält allerdings nur bis zur Niederlage Preußens gegen Frankreich im Jahr 1806 an.
Alexander von Humboldt (* 14.09.1769 † 06.05.1859) wird mit der Untersuchung des gerade zu Preußen gekommenen fränkischen Bergbaus betraut.
[Jürgen Pausch Quelle: Biografie Alexander von Humboldt, Wikipedia]
1798
Beschreibung der Orte:
Röhrenhof, ein Ort welcher 7 Häuser und 54 Einwohner, 3 Bauern, 2 Eisenhämmern, 6 Hammerschmiede und 1 Schichtmeister hat.
Friedrichsruh (mittlere Hammer/Juliusthal), insgemein nur der neue Bau genannt, ein Gut von 2 Häusern nebst einem schönem Garten und einigen Grundstücken und 15 Personen oder 4 Tagelöhnerfamilien, welches dem Herrn Kaufmann Schilling zu Baireuth gehört.
Degmann, oder wie man gewöhnlicher sagt, der vordere Föllmar, ein Ort von 3 Häusern und 19 Einwohnern, nämlich 1 Bauern und 2 Tagelöhnern.
Föllmar, insgemein der hintere Föllmar genannt, ein Dorf, das eine Stunde von Goldkronach liegt und 11 Häuser und 60 Einwohner, nämlich 6 Bauern- und 5 Tagelöhnerfamilien hat, unter welchen 2 Schutzverwandte sind.
Die Aussicht gegen Abend und Mitternacht in die Gegenden von Zell, Münchberg, Stammbach, Thurnau, Kulmbach ist so ausnehmend schön, daß man sich für den steilen Weg dahin ganz entschädigt hält, wenn man auch nur die reinen Lüfte einathmen will, die hier immer wehen.
Schmelz, ein Ort von 3 Häusern und 20 Einwohnern, nämlich 2 Serpentinsteindrechslern, 1 Köhler, 1 Schuster und 1 Tagelöhner.
Escherlich, ein Dorf von 9 Häusern und 46 Einwohnern, unter welchen 6 Bauern, 2 Tagelöhner, 1 Weber, und 1 Wirth sind, dessen Schenke von Goldkronach mit Bier versehen wird. Zur Escherlicher Gemeinde gehören noch
a) die schon beschriebene Schmelz.
b) der Steinbühl, 1 Haus und 6 Einwohner, oder 1 Bauernfamilie, auf dem Berg gleichen Namens bei Escherlich.
c) die Farnenmühle am weißen Main, 1 Haus und 6 Personen.
d) die Röhrenhofer Schneid- und Mahlmühle, ebenfalls am weissen Main, 1 Haus und 8 Personen.
[Ulrich Trepl/Herlev Birklebach Quelle: Dürrschmidt, Seite 35-38]