Im Gebiet um Goldkronach erhielt die Rodungssiedlung am Westabhang
des Fichtelgebirges im Spätmittelalter durch den hier verstärkt betriebenen Bergbau neue
Impulse, wie die Namen Brandholz, Goldberg, Goldmühl, Schmelz, Silberrose und die zahlreichen
Hammer-Orte verdeutlichen (Einem Eintrag des Landbuches des Amtes Stein von 1489 zufolge
wurden die Siedlungen Goldberg und Frankenberg erst am Ende des 15. Jahrhunders angelegt).
[Ulrich Trepl/Herlev Birkelbach Quelle: Historischer Atlas von Bayern, Seite 33]
Einer früheren Ausbauphase sind dagegen wohl die Weiler Föllmar und Escherlich zuzuordnen.
[Ulrich Trepl/Herlev Birkelbach Quelle: Schwarz, Sprache, 140, 174, Beide werden erst 1404 bzw. 1410 erwähnt (BgfLehB IV, 154)]
1404
Röhrenhof wurde im Jahr 1404 erstmals urkundlich genannt und zwar im Lehenbuch des Burggrafen Johann III, von Nürnberg unter Goldkronach.
Der betreffende Eintrag im Lehenbuch hat folgenden Wortlaut:
Conz Leshner von Goldkronach hat empfangen wisen und ecker gelegen zum Eschereichs
ob dem Rorerhofe, das vormals Ruger vom Eschereichs innen gehabt hat.
[Ulrich Trepl/Herlev Birkelbach Quelle: Lehenbuch des Burggrafen Johann III. von Nürnberg (1397-1420) in: Dr. Christian Meyer, Quellen zur alten Geschichte des Fürstentums Bayreuth, Bayreuth 1895; unter: Quellen zur Geschichte der Stadt Kulmbach und der Plassenburg, Seite 154]
1420
Friedrich I. von Brandenburg (*21.09.1371 †20.09.1440) erbt die Besitzung Kulmbach-Bayreuth. Er war auch ab 1427 als Friedrich VI. Burggraf von Nürnberg.
„Peter Stolzenroder hat empfangen den Rorenhof bei Berneck gelegen
am Main den er von erh. Lembsch gekauft hat, Mittwoch nach Egidi 1433. Auf demselben Hof hat
Conz Birmeister 50 Gulden auf Rechnung stehen.“
Letzterer welcher im Lehenbrief Conz Bergmeister,
Appeteker in Nürnberg genannt wird, hat zweifellos nun auch einen Teil des Hofes erworben und darauf
ein Hammerwerk angelegt. Mit diesem wurde er am Sonntag nach Remincere belehnt.
[Ulrich Trepl/Herlev Birkelbach Quelle: Aus dem Sagenkreis des Fichtelgebirges von Ludwig Zapf, erschienen 1976
1440
Johann von Brandenburg, genannt der Alchemist (*1406 †16.11.1464) erbt die hohenzollersche Besitzung Kulmbach-Bayreuth.
Siegmund von Brandenburg-Kulmbach (*1468 †1495) wird Markgraf von Brandenburg-Kulmbach. Das Fürstentum Bayreuth, auch Markgraftum Brandenburg-Bayreuth (bzw. ursprünglich bzw. bis 1604 Markgraftum Brandenburg-Kulmbach) genannt, entsteht.
Friedrich V. (*1460 †1536) wird Markgraf von Brandenburg-Kulmbach. 1515 wird er von seinen Söhnen als Markgraf abgesetzt und 13 Jahre in der Plassenburg gefangengehalten.
Georg der Fromme von Brandenburg-Ansbach regiert in Vormundschaft der Markgrafen Albrecht Alcibiades, bis dieser 1541 selbst regieren kann. 1554 wird Albrecht Alcibiades geächtet.
Die markgräfliche Regierung kauft am 2. Januar 1536 den Hof des Endres Grieser und richtete ihn zu einer Dienstwohnung für den Forstmeister am "Fichtelberg" (=Ochsenkopf) ein.
[Ulrich Trepl/Herlev Birkelbach Quelle: Michael Götz, Geschichtliches über Röhrenhof, erschienen in der Zeitschrift "Der Siebenstern" des FGV, Ausgabe Februar 1931]
1557
Georg Friedrich der Ältere (*05.04.1539 †25.04.1603), seit 1556 bereits Markgraf von Brandenburg-Ansbach, wird Markgraf von Brandenburg-Bayreuth.