Eisenbahn im Weißmaintal
Die Geschichte der eingleisigen Bahnlinie Neuenmarkt/ Wirsberg - Bischofsgrün
beginnt mit der Eröffnung am 20. Oktober 1898 [1]. Am 28. November 1896 war die Strecke bereits bis Berneck eröffnet worden. [2]
Im Jahr 1974 beginnt der Rückzug mit der Stilllegung des Personenverkehrs (26.05.1974). Der Güterverkehr wird noch weiterbetrieben, vor allem
von der Firma Küfner, die in Röhrenhof einen Industriegleisanschluss besitzt. [3]
Am 31.05.1986 wurde dann der Güterverkehr im Abschnitt Röhrenhof-Bischofsgrün stillgelegt. Am 31.12.1993 folgte das offizielle "Aus" für den Abschnitt Lanzendorf-Röhrenhof,
nachdem bereits am 22.07.1992 ein Dammrutsch zwischen Lanzendorf und Bad Berneck die Strecke unpassierbar machte. Die letzte verbliebene Strecke zwischen dem Bahnhof Neuenmarkt und
Lanzendorf wurde am 03.06.2006 zum letzten Mal zur Belieferung des Flüssiggashändlers in Lanzendorf befahren und danach stillgelegt. [3]
Das Bahnhofsgebäude in Goldmühl wurde bereits 1986 abgerissen - in Bad Berneck musste das Bahhofsgebäude der Verlegung der Bundesstraße 303 weichen.
Das Bahnhofsgebäude in Bischofsgrün steht heute noch. Die Bahntrasse wurde komplett demontiert und dient größtenteils als Radweg (Abschnitt Bad Berneck-Bischofsgrün).
Vielen Dank an Roland Fraas für die hervorragende Unterstützung!
Erwähnenswert ist noch der 28. September 1985: Obwohl die Strecke zu diesem Zeitpunkt für den Personenverkehr schon stillgelegt war, wurde sie nochmals von
einem Personenzug befahren (vielleicht sogar vom größten Personenzug überhaupt, der auf dieser Strecke fuhr!). Die Aktion "Eine Stadt geht auf Reisen" der
Deutschen Bundesbahn führte zu einer kurzzeitigen Reaktivierung der Strecke. Die Resonanz auf diese Aktion war überwältigend: Über 900 Fahrgäste
waren in dem zwölf Waggons umfassenden Zug an Bord.
>> Stadtausflug war ein Volltreffer <<
(Pressebericht Nordbayerischer Kurier vom 30.09.1985 als PDF) Downloadgröße ca. 0,95 MB
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